Mittwoch, 9. Februar 2011

Jüdisches Museum. Internationale Kritik

Im Schaudepot des JMW
Die Tageszeitung DIE PRESSE ist ganz schön schnell unterwegs mit ihrer Beschäftigung mit den Vorgängen am Jüdischen Museum in Wien.
Am Morgen war das Gespräch mit Danielle Spera online (siehe Bericht und Kommentar dazu im Post unten), und am späten Nachmittag war bereits ein Brief von Museumsdirektoren im Netz. (Hier zum Bericht der PRESSE, Jüdisches Museum - Kritik von Museumsdirektoren).
DIE PRESSE gibt das Schreiben nur auszugsweise wieder. Die Autoren des Briefs machen darauf aufmerksam, daß Jüdische Museen selbst Teil der Geschichte sind, die sie repräsentieren und daher der Umgang mit ihnen immer auch die Geschichtlichkeit des Hauses und der Sammlung betrifft, die, so die Autoren, insgesamt, also einschließlich der Hologramme, auch nach den Richtlinien von ICOM (Internationaler Museumsrat) hätte bewahrt werden müssen.
In dem Schreiben wird bezweifelt, daß die technischen Fragen des Abbaus und der Deponierung unlösbar gewesen sein könnten.
Die Presse fasst ein schwerwiegendes Argument nur gut eingebettet in eigene Formulierungen an: "Gerade in jüdischen Museen sei Zerstörung und willentliche Auslöschung jüdischen Lebens, jüdischer Kultur und jüdischer Erinnerung ein wichtiges Thema, das einen sensiblen Umgang 'auch mit unserer eigenen Geschichte als Museen und der Objekte, die wir ausstellen und bewahren' erfordere.
Unterschrieben wurde der offene Brief unter anderem von Direktoren der Jüdischen Museen Frankfurt am Main, Berlin, Franken, München, Hohenems, Paris, dem Direktor des Vorarlberger Landesmuseums, dem stellvertretenden Institutsvorstand des Institut für Judaistik an der Uni Wien, sowie dem Leiter des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.

Der vollständige Text ist im Post oben nachzulesen.

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