Donnerstag, 22. Oktober 2020

Rechnungshof: schwerste Vorwürfe gegen das Heeresgeschichtliches Museum

Es sind erst wenige Informationen, die bezüglich des Rechnungshofberichtes zum Heeresgeschichtlichen Museum bisher bekannt geworden sind. Aber sie sind derart schwerwiegend, daß der Rechnungshof auch Strafanzeige erstattet hat. Organisatorisches Mißmanagement, Verschweigen von Mißständen, Betreiben von Vereinen ohne Genehmigung und Wissen des Ministeriums, Kritik an der Leitung des Museums, Kritik an der Führungslosigkeit durch das Ministerium, abenteuerliche Zustände in Sammlungen und Depots, Lagerung von Kriegsmaterial durch Bedienstete ohne Wissen der Direktion, das sind Themen der Prüfung.

Schon vor Tagen konnte man erfahren, daß die Direktion international ausgeschrieben wird. Ein Zeichen, daß es nun mit der Direktion Ortner definitiv zu Ende ist. Aber damit ist wenig gelöst.

Mit einer bloß organisatorischen Reform wird es nicht getan sein. Hier weist alles auf eine Ausgliederung aus dem Landesverteidigungsministerium hin, auf eine grundlegende organisatorische Reform und eine komplett neue inhaltliche Konzeption. Das wird die Frage aufwerfen, ob denn ein Heeresmuseum weiter sinnvoll ist, oder ob nicht ein Museum neuen Typs geschaffen werden muß.

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