Dienstag, 25. Oktober 2016

Museumsunlust. Das Museum in der Schattenburg in Feldkirch

Es gibt sie noch, die "alten" Heimatmuseum. Die Museen, die ohne Idee, ohne Konzept "alte Dinge" anhäufen und - leidlich geordnet - ausstellen.
Hier wird nicht geforscht und recherchiert, es gibt keine erläuternde Beschriftung, die fehlt auch schon mal ganz. Daß es einer minimalen Bemühung der Vermittlung bedarf, hat sich bis hierher noch nicht durchgesprochen.
Die Dinge sind offensichtlich nie oder kaum restauriert oder auch nur konserviert worden, Dokumente oder Gemälde werden achtlos einem kaum zuträglichen Raumklima ausgesetzt.
Es geht irgendwie um Heimat, um Kunst, Religion, Alltag, Arbeit, hier auch um Krieg, den sogenannten "ersten", der ein Weltkrieg war. Hier genügen aber einige Gewehre und Granaten, eine Landkarte, sinnlos zusammengestellt. Vor einem Altarbild Kerzen oder Kirchengestühl, als ob hier der Ritus noch lebendig wäre.
Alte Sachen, viele davon in einer Qualität, die kein Ausstellen rechtfertigt. Was wird erzählt? Nichts.
Vorarlberg hat eine beachtliche Museumsszene. Warum leistet man sich aber ein derart vernachlässigstes, altmodisches, überholtes, sinnloses Museum wie die Schattenburg in Feldkirch? Hinter dem man kaum mehr vermuten kann als sinnleeren Sammeleifer, aus dem jeder Eifer gewichen ist, jede Leidenschaft, jede Sorgsamkeit, jede Idee eines "wozu?".





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