Freitag, 21. Februar 2014

Eine mögliche Zukunft des Museums...?

Alexander Nikolajewitsch Iwanow, Jahrgang 1962 in Ostrow, russischer Unternehmer, Kunstsammler, ist Gründer eines privaten Fabergé Museums in Baden-Baden. Iwanow sammelt außer Fabergé-Kunsthandwerk auch auch Fossilien von Dinosauriern, antike griechische und römische Kunst, präkolumbisches Gold, Gemälde alter Meister, impressionistische Gemälde, orthodoxe Ikonen und Oldtimer. Er malt selbst und erzielt beim Verkauf seiner Werke hohe Preise. Aufmerksam auf ihn geworden bin ich durch die Berichterstattung über die Fabergé-Ausstellung im Kunsthistorischen Museum in Wien, wo erwähnt wurde, daß er die zweitgrößte Sammlung von Fabergé-Eiern nach dem Kreml-Museum besitzt. Eines davon, das 1902 als Verlobungsgeschenk von Béatrice Ephrussi de Rothschild an die Verlobte ihres Bruders angefertigtes, ersteigerte er um 12,5 Mio Euro bei Christies.
Die Gründung eines Museums in Deutschland und nicht in seiner Heimat begründete er (ich zitiere Wikipedia): „Es ist sehr schwierig [in Russland] wegen der vielen administrativen Hürden […] Man muss immer jemanden danken, und man kann nie das Gefühl haben, dass seine Sammlung sicher ist: nicht vor dem Staat, nicht vor Banditen - vor niemandem. Natürlich, in Deutschland […] wissen wir, dass der Staat selbst nichts wird tun.“ Geplant ist eine Erweiterung seines Museums in Baden-Baden, um andere Teile seiner Sammlung zeigen zu können, etwa die Oldtimer, und die Gründung eines weiteren Fabergé-Museum, diesmal in in Dubrovnik.
Ach ja, woher das Geld für das alles? Wikipedia, das ihn in einer Fußnote "Tycoon" nennen lässt, dazu: "In den späten 1980er-Jahren, als die Sowjetunion den Weg des Kapitalismus beschritt, war Alexander Iwanow einer der ersten russischen Unternehmern im Computerhandel. Schnell baute er ein erfolgreiches und lukratives Geschäft auf."

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