Dienstag, 11. Juni 2013

Das Berliner Schloß wird tatsächlich wiedererrichtet

Nicht untergehen sollte, daß in Berlin in diesenm Tagen ein "Projekt von nationaler Tragweite" begonnen wird. Das Projekt heißt (in etwa): wir bauen ein Schloß, teilweise rekonstruiert, teilweise neu geplant, wieder auf, um darin etwas unterzubringen, wovon wir noch nicht wissen was.

Der Bundespräsident wird einen Grundstein legen zu etwas, was "in der üblichen emotionalen Verklemmtheit" Humboldt-Forum heißt, und eben nicht: Stadtschloß, was selbstverständlich ein Akt der "Preußen-Austreibung" ist.

"Gleichviel! Für eine Gesellschaft, die sich mal mehr, mal weniger explizit dafür entschieden hat, die Jahre 1933 bis 1945 für den Fluchtpunkt ihrer Geschichte zu halten, ist bereits viel gewonnen, wenn an so markanter Stelle in Berlin ein Baudenkmal wieder erstehen kann, das für eine Epoche der deutschen Geschichte steht, in der die Barbarei der Nationalsozialisten noch nicht im entferntesten denkbar war."

So schreibt Tilman Krause in der Tageszeitung Die Welt am 10.06.2013 und zieht den führ ihn desperablen Schluß, daß eines sicher nicht (dort) passieren wird, nämlich die Einrichtung eines Museums für jene Dynastie, der das Schloß seine Entstehung verdankt.

Ältere Post zum Thema:
Das "Humboldtforum" im Berliner Schloss als "Kolonialzoo" und "permanenter Kirchentag"
Die leere Mitte Berlins und die Sprachlosigkeit der Gesellschaft
Stadtschlosswiederaufbauaufschubentscheid. Noch einmal: Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses und das Humboldt-Forum. 

 

Keine Kommentare: