Dienstag, 21. Mai 2013

Eze Elina (Texte im Museum 400)

 
Manchmal dachte ich, jetzt kannst du aufhören mit dem Sammeln von "Museumstexten". Vierhundert Beispiele (mit heutigem Tag), das sollte doch reichen. Aber es gibt immer noch neue, witzige, merkwürdige, vorbildliche, schräge, ahnungslos verfasste usw. Texte, auf die ich stoße oder die mir zugeschickt werden.
No. 400 ist so ein Beispiel - ein Text der funktional unklar und inhaltlich unverständlich ist. Von Hand auf eine Trägerwand gekritzelt, in die eine Installation ("Botanica") von Lois Weiberger eingelassen ist. (Personale im Tiroler Landesmuseum).
Was ist das? Ein Teil des Werks, also ein Text des Künstlers, eine Kritzelei eines Besuchers, ein "Überrest" der Vernissage...? Auf anderen Werken in der Ausstellung gab es nur Signaturen, nichts Handschriftliches. Zwei befragte Aufseherinnen begannen sich auch zu fragen ob es sich um "Kunst" oder "Vandalismus" oder was sonst handeln könnte und versuchten im Katalog nachzuschlagen. Nichts. Auch die penible Werkbeschreibung des Labels, in dem ja alle Elemente und Materialien aufgezählt sein sollten, findet sich kein Hinweis. Und was ist das für eine Sprache oder ist es gar keine. Das Werk bezieht sich auf Afrika, es könnte eine dortige Sprache sein. Oder auch nicht...
 


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