Dienstag, 21. August 2012

Die Schrecken der österreichischen Museums- und Kulturpolitik

Durch Zufall bin ich auf eine Webseite ohne Impressum mit Artikeln ohne Datierung gestoßen, die allerdings den Vorteil haben, alle um Kulturpolitik und Museumspolitik zu krreisen und ziemlich harsch Kritik zu üben. Die Seite heißt "Texte zur Kulturpolitik" und ist hier zu finden.


"Unlängst." So schreibt Marlene Streeruwitz. "Bei einer Ausstellungseröffnung in einem der großen staatlichen Museen in Wien. Die Direktorin sitzt mit ihrem Team in der Mitte des Saals. Auf Goldstühlchen. Auf Zuruf werden Einzelne in diesen Kreis geholt. Aufgenommen. Alle anderen müssen rundum stehen." Von dieser Beobachtung aus dröselt sie soziale Distinktionen, hegemoniale Strukturen und die Grundierung unserer Kulturpolitik seit der austrofaschistischen Antiaufklärung auf.

Monika Mokres Auseinandersetzung mit dem Museumsquartier läßt schon mit dem Titel keinen Spielraum für das, wie es gemeint ist: "Wo rechtskonservative Kulturpolitik passiert." Sie schreibt "die Geschichte eines spektakulären und in all seinen Phasen abgefeierten kulturpolitischen Scheiterns."

Und da ist dann noch Thomas Trenkler, der die Geschichte der Ausgliederung der Bundesmuseen zusammenfasst, unter dem Titel "Mär der Erfolgsgeschichte". Ein Text, der einem wieder in Erinnerung bringt, was da alles warum und wie falsch angegangen wurde. Und ein Autor, der weit und breit keien Indizien dafür findet, welche Erfolgsgeschichte (die sie für ihre Erfinder ist) das sein soll.

Starke Texte, starke Kritik.

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