Freitag, 11. Mai 2012

Kleiner Partizipationsfragebogen



Kleiner Partizipationsfragebogen

Partizipation im Museum ist

A Teilhabe
B Mitwirkung
C Mitbestimmung
D Mitentscheidung

Partizipation ist

A Ziel
B Methode
C Inhalt
D nichts von alledem

Die Konjunktur von Partizipation hat zu tun

A mit der Dienstleistungsorientierung des Museums
B mit der finanziellen Krise des Museums
C mit der Suche nach dem demokratischen Museum
D mit dem Wunsch gesellschaftlicher Gruppen Zugang zum Museum zu bekommen

Welche der vier Zitate passt am besten zu Ihrer Vorstellung von Partizipation?

A Längerfristig zu partizipieren, zum Beispiel durch eine ehrenamtliche Tätigkeit, bedeutet, mehr abzubekommen – eben ein Stück weit ‚dazuzugehören’. Dies bedeutet, sich in spezifischer Weise zu bilden, Kenntnisse zu erlangen über die Inhalte genauso wie über die institutionellen Codes des Museums.

B Partizipation an sich ist erstmal keine Aussage – bedeutsam ist, wer, warum, wo und woran partizipiert

C (...) Vermittlungskonzepte, die sich an marginalisierte Gruppen richten bzw. deren Ziel die soziale Inklusion ist (sind) bei näherer Betrachtung viel mehr von Zuschreibungen als von Selbstdefinitionen getragen. (...) Partizipation (ist) eine kollektive Praxis des öffentlichen Sprechens und Handelns, die sich identitären Zuschreibungen widersetzt.

D Wenn beispielsweise ein Museum in Schweden TaxilenkerInnen als Keyworker ausbildet, indem sie diese ins Museum einlädt, Workshops und Seminare für sie und gemeinsam mit ihnen entwickelt, entsteht ein Austauschprozess, von dem schlussendlich beide Seiten profitieren. Den DirektorInnen muss es doch gefallen, wenn sich TaxifahrerInnen mit den Inhalten „ihres“ Museums auseinandersetzen, sich mit ihm identifizieren und mit den Fahrgästen, die sie vom Flughafen abholen, nicht über das Wetter, sondern über die aktuelle Ausstellung zeitgenössischer Kunst reden – weil sie Teil der Organisationsstruktur sind.

Ziel von Partizipation ist

A die Erhöhung der Besucherzahlen
B die größere und breitere Akzeptanz des Museums
C neue Besuchergruppen zu gewinnen
D bislang vom Museum ausgeschlossene Gruppen einzubeziehen

Wer profitiert von Partizipation

A Die Kuratoren
B Das Museum
C das Publikum
D der Museumsträger

Partizipation ist

A ein museologischen Projekt
B ein politisches Projekt
C ein museumspraktisches Experiment
D ein legitimatorischer Schachzug in auch Museen infragestellenden Zeiten

Partizipation wendet sich an

A Minderheiten
B Nicht-Besucher
C die Öffentlichkeit
D Museumsbesucher

Wer soll Partizipation veranstalten?

A Kuratoren
B Besucher
C Teilnehmerinnen eines Partizipationsprojektes
D Vom Museum bislang ausgeschlossene Menschen

Partizipation im Museum

A muss zum Prinzip der Museumsarbeit generell werden
B kann nur punktuell und zeitlich begrenzt stattfinden
C gefährdet die Autonomie des Museums
D zielt auf die Transformation der gesellschaftlichen Funktion des Museums

Partizipation

A soll Besuchern mehr Spaß am Museum vermitteln
B soll Schwellenängste abbauen
C soll aktive und gestaltende Teilhabe an Kultur ermöglichen
D soll bewirken, das Museum als öffentlichen und sozialen Raum zu nutzen 

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